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Immobilie verkaufen in Oldenburg: Ablauf und Unterlagen

Wer in Oldenburg eine Immobilie verkauft, durchläuft eine feste Kette: Unterlagen zusammentragen, bewerten, vermarkten, besichtigen lassen, beurkunden, übergeben. Der kritische Punkt liegt ganz am Anfang. Wer inseriert, bevor die Unterlagen vollständig sind, verliert Zeit und häufig auch die Interessenten, die in der Zwischenzeit etwas anderes finden. Beginnen Sie deshalb mit dem Ordner, nicht mit dem Foto.

Die Unterlagenliste

In der Regel benötigen Sie:

  • Grundbuchauszug, aktuell
  • Flurkarte beziehungsweise Lageplan
  • Grundrisse und Wohnflächenberechnung
  • Energieausweis — muss bei der Besichtigung vorliegen
  • Nachweise über Sanierungen: Rechnungen, Wartungsprotokolle, Schornsteinfegerbescheinigungen
  • bei Eigentumswohnungen: Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümerversammlungen, Wirtschaftsplan, Hausgeldabrechnungen, Rücklagenstand
  • bei Vermietung: Mietverträge und Nachweis der aktuellen Miete

Die Beschaffung dauert. Auszüge und Auskünfte aus Ämtern gibt es nicht auf Zuruf, und bei Wohnungen müssen Sie unter Umständen die Verwaltung anschreiben. Rechnen Sie mit mehreren Wochen.

Was Kaufinteressenten in Oldenburg prüfen

Die Bewertung ergibt sich aus Lage, Zustand, Zuschnitt und Vergleichsobjekten. Für die Region gibt es zwei Themen, die bei Besichtigungen fast immer zur Sprache kommen und die Sie deshalb vorbereitet beantworten sollten.

Das erste ist Feuchtigkeit. Bei hohen Grundwasserständen und feuchtem Klima ist der Kellerzustand hier ein Standardthema. Wenn Ihr Keller trocken ist, ist das ein Argument; wenn nicht, ist es besser, es offen zu sagen und zu belegen, was dagegen getan wurde. Was bei der Besichtigung auffliegt, kostet mehr Verhandlungsspielraum als eine offene Angabe im Exposé.

Das zweite ist der Zustand der Hülle und der Haustechnik: Dach, Fenster, Heizung, Elektrik. Im Backsteinbestand fragen Interessenten regelmäßig nach dem Mauerwerk, nach der Dämmsituation und nach dem Alter der Deckung. Halten Sie die Belege bereit — Rechnungen wirken anders als Erinnerungen.

Von der Vermarktung bis zur Übergabe

Ein sachliches Exposé nennt Fläche, Baujahr, Zustand, Energiedaten und belegbare Sanierungen. Nach der Einigung prüft der Käufer üblicherweise seine Finanzierung, der Notar erstellt den Kaufvertragsentwurf, und beide Seiten haben vor der Beurkundung Zeit, ihn zu prüfen. Nutzen Sie diese Zeit; Fragen zu Fälligkeit, Übergabetermin und Regelungen zu Mängeln gehören vor den Termin, nicht danach.

Nach der Beurkundung folgen Auflassungsvormerkung, Kaufpreiszahlung und Übergabe. Erstellen Sie ein Übergabeprotokoll mit Zählerständen und Schlüsseln — das erspart beiden Seiten spätere Diskussionen.

Mit oder ohne Makler

Ein Makler übernimmt Bewertung, Unterlagen, Vermarktung, Besichtigungen und die Koordination bis zum Notar und kennt die örtliche Nachfrage. Dafür fällt eine Provision an, deren Aufteilung gesetzlich geregelt ist. Wer selbst verkauft, spart sie und investiert stattdessen Zeit — vor allem in Besichtigungen und die Vorprüfung von Interessenten.

Wenn Sie beauftragen, lassen Sie sich zeigen, wie die Preisermittlung zustande kommt und welche Leistungen im Vertrag stehen. Eine Preiseinschätzung ist kein Wertgutachten, und der Unterschied ist relevant.

Fazit

Ein Verkauf in Oldenburg wird durch Vorbereitung schnell. Vollständige Unterlagen, eine hergeleitete Preisvorstellung und eine offene Darstellung von Keller- und Hüllenzustand sind die drei Hebel. Der Keller ist in dieser Region das Thema, auf das Sie eine belegte Antwort haben sollten.

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